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Kosmopolitismus

Nussbaum, Martha

Kosmopolitismus

Revision eines Ideals
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Der Kyniker Diogenes von Sinope (5./4. Jh. v.Chr.) soll auf die Frage nach seiner Herkunft geantwortet haben, er sei ein »Weltbürger« (Kosmopolit). Seine Weigerung, sich über seine Abstammung oder soziale Position zu definieren, ist Ausdruck einer moralisch geprägten Herangehensweise an die Politik, die auf eine allen Menschen gemeinsame... mehr
Group 53
Beschreibung
Der Kyniker Diogenes von Sinope (5./4. Jh. v.Chr.) soll auf die Frage nach seiner Herkunft geantwortet haben, er sei ein »Weltbürger« (Kosmopolit). Seine Weigerung, sich über seine Abstammung oder soziale Position zu definieren, ist Ausdruck einer moralisch geprägten Herangehensweise an die Politik, die auf eine allen Menschen gemeinsame Humanität fokussiert.

Nussbaum verfolgt das kosmopolitische Ideal von den griechischen Stoikern und Cicero über Hugo Grotius, Immanuel Kant und Adam Smith bis in unsere moderne Welt. Trotz seiner unbestreitbaren Verdienste hat es ihrer Ansicht nach auch Mängel, denen man sich stellen muss. So wurde die Idee materieller Hilfe als entscheidender Faktor, um Würde und Gerechtigkeit zu erreichen, in der Rhetorik der Gleichheit viel zu häufig vernachlässigt.

Bei den Lösungsvorschlägen für die aufgezeigten Defizite des Kosmopolitismus greift Nussbaum auf den von ihr mitentwickelten Fähigkeitenansatz zurück.

Aus dem Engl. von Manfred Weltecke. 2020. 352 S. mit Bibliogr. und Reg., wbg Theiss, Darmstadt
  • 1024297
    • PDF eBook
    • 1024297
    • 978-3-8062-4097-9
    • 10.02.2020
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    comment (2) Pressestimmen
    gekürt als bestes Buch des Monats Mai, ausgewählt durch die SZ-Literaturredaktion »Die US-amerikanische Philosophin Martha Nussbaum nähert sich dem Kosmopolitismus jenseits aller aktuellen politischen Streitigkeiten um globale Eliten und lokale Milieus und zeigt: Kosmopolitismus ist eine für jede Ethik grundlegende Idee.« deutschlandfunk...
    comment (2)
    Pressestimmen
    gekürt als bestes Buch des Monats Mai, ausgewählt durch die SZ-Literaturredaktion

    Die US-amerikanische Philosophin Martha Nussbaum nähert sich dem Kosmopolitismus jenseits aller aktuellen politischen Streitigkeiten um globale Eliten und lokale Milieus und zeigt: Kosmopolitismus ist eine für jede Ethik grundlegende Idee.

    deutschlandfunk kultur, Buchkritik

    (D)ie amerikanische Philosophin (unternimmt) in ihrem jüngsten Buch eine umfassende Kritik des Kosmopolitismus: Um ihn letztlich auf tragfähigere Füße zu stellen.

    deutschlandfunk kultur, Sein und Streit

    Im vorletzten Kapitel erweist Nussbaum sich als moderate Realistin. Kosmopolitische Ideale müssen lokal und variabel umgesetzt werden; Politik braucht konkrete Teilhabe, also demokratische Kontrolle, daher kann sie auf Verfassungs- und Nationalstaaten nicht verzichten.

    Süddeutsche Zeitung

    Es sind vor allem diese Ambivalenzen (Nussbaums Liberalismus und ihre Sorge vor einem „wohlwollenden Paternalismus“), die das Buch (…) lesenswert machen. Sie zeigen, dass reines Schwarzweißdenken hinsichtlich einer kosmopolitischen Vision letztlich zu kurz greift.

    Andruck, deutschlandfunk kultur

    In eindringlichen und herausragenden Essays untersucht Nussbaum die kosmopolitische Tradition und ihre Verbindung zu den Herausforderungen von Pluralismus und Globalismus im zeitgenössischen Leben. Eine zeitgemäße und aufschlussreiche Analyse ethischer Dilemmata.

    Kirkus Reviews

    Mit ihrer ausgezeichneten Neubewertung der kosmopolitischen Tradition bietet Martha Nussbaum in einer Zeit des wachsenden Chauvinismus einen willkommenen und dringend nötigen Beitrag. Meisterhaft zeichnet sie die Entwicklung der Idee der universellen menschlichen Würde von der Antike bis in die Gegenwart nach und zeigt die wichtigsten Beiträge dieser Tradition zu unserem Denken über Moral und Recht. Gleichzeitig deckt sie aber auch die Mängel dieser Idee auf überzeugende Weise auf. Das Buch ist erhellend und regt zum Nachdenken an.

    Lior Erez, Times Higher Education

    Tiefgründig, elegant geschrieben und inspirierend. Nussbaum hat ihren Ruf als eine der größten modernen Philosophen wahrlich verdient.

    Aidan Johnson, The Globe and Mail

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