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Frankenstein in Bagdad

Saadawi, Ahmed

Frankenstein in Bagdad

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Bagdad, Stadtteil Batawin, zwei Jahre nach der US-amerikanisch geführten Intervention und dem Sturz Saddam Husseins. Der Bürgerkrieg eskaliert, die Milizen liefern sich erbitterte Kämpfe, Selbstmordattentate erschüttern die Stadt. Hadi al-Attag, seines Zeichens Trödler und Geschichtenerzähler, sammelt die Leichenteile von Opfern der... mehr
Group 53
Beschreibung
Bagdad, Stadtteil Batawin, zwei Jahre nach der US-amerikanisch geführten Intervention und dem Sturz Saddam Husseins. Der Bürgerkrieg eskaliert, die Milizen liefern sich erbitterte Kämpfe, Selbstmordattentate erschüttern die Stadt.

Hadi al-Attag, seines Zeichens Trödler und Geschichtenerzähler, sammelt die Leichenteile von Opfern der Bombenanschläge, zu denen Menschen aus allen Bevölkerungsgruppen gehören, und näht sie zu einem Kadaver zusammen. Doch als seine Gestalt zum Leben erwacht und verschwindet, schwappt eine Welle schauriger Morde über die Stadt. Berichte über einen abscheulichen Verbrecher machen die Runde und Hadi erkennt, dass er ein Monster erschaffen hat. Eine Kreatur, in der die irakische Bevölkerung auf paradoxe Weise vereint ist und Rache nimmt für die jeweiligen Opfer, aus deren Körperteilen der neue Frankenstein zusammengesetzt ist.

2019. 296 S., geb. Assoziation A, Berlin.
  • 1024999
    • Buch
    • Hardcover
    • 1024999
    • 978-3-86241-472-7
    • 11.02.2020
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    Group 52 Autorenporträt
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    »Sehr angetan ist Mario Scalla im HR2 von Saadawis Roman "Frankenstein in Bagdad". Er lobt ihn als originelle und literarisch überzeugende Adaption der historischen Vorlage vor dem Hintergrund der irakischen Gesellschaft nach dem Sturz Saddam Husseins und der US-amerikanischen Intervention. Insbesondere beindrucken ihn die gelungene Kombination...
    comment (2)
    Pressestimmen

    Sehr angetan ist Mario Scalla im HR2 von Saadawis Roman "Frankenstein in Bagdad". Er lobt ihn als originelle und literarisch überzeugende Adaption der historischen Vorlage vor dem Hintergrund der irakischen Gesellschaft nach dem Sturz Saddam Husseins und der US-amerikanischen Intervention. Insbesondere beindrucken ihn die gelungene Kombination von Realistik und Phantastik sowie die interessanten Charaktere des Romans.

    Hessischer Rundfunk

    Mit leichter Hand mischt Ahmed Saadawi Elemente realen und fiktiven Horrors, Fantasy, Sozialstudien sowie intertextuelle Anspielungen auf das Original. Noch das Grausamste erzählt er in einem leichtfüssigen Tonfall, ohne dabei dessen ernsten Hintergrund, das Leid der Menschen, zu verraten.

    Luzerner Zeitung

    Ein krasser und heftiger Roman, der auf eine merkwürdige Weise auch sehr unterhaltsam anmutet. Beeindruckend, auf welchem Niveau Ahmed Saadawi seine Geschichte auch stilistisch und erzähltechnisch umzusetzen weiß, als wilde Mischung aus Bestandteilen und Reminiszenen verschiedenster Genres und Gattungen. Insofern, bei aller Bitterkeit, was die die realen Verhältnisse angeht, die auf diese Weise reflektiert werden: Auch ein grandioses (Toten-)Fest des Erzählens.

    Noller liest (WDR)

    Von einem beunruhigend real wirkenden Irrsinn berichtet Ahmed Saadawi in seinem Roman "Frankenstein in Bagdad" in einer konsequent klaren Sprache, die den Leser zielsicher durch das verminte Terrain einer zerstörten Gesellschaft führt. So phantastisch diese Geschichte anmuten mag, so unmittelbar trifft sie den Leser, dem hier kein tröstlicher orientalischer Diwan, sondern eine gnadenlos witzige Geschichte präsentiert wird, die dazu geeignet ist, jeden zuversichtlichen Blick auf das menschliche Treiben nachhaltig zu verätzen.

    Crimemag

    Dem 1973 geborenen und in Bagdad lebenden Ahmed Saadawi gelingt der unglaubliche Spagat, diese mitunter tragische und brutale Geschichte über eine vom Krieg in Mitleidenschaft gezogene Metropole, prügelnde, korrupte Polizisten und sich in die Luft sprengende Selbstmordattentäter als satirischen Roman in Szene zu setzen. Ein begnadetes Stück Literatur, unterhaltsam, gesellschaftskritisch. Ein rasanter Roman, der mit einem fulminanten Ende aufwartet.

    Flottes Monster

    Dieser großartige Kriminalroman verbindet realistische und phantastische Elemente und verknüpft den Schrecken mit Komik. Und damit stellt sich der Roman deutlich in eine antitotalitäre Linie, die ideologische, religiöse und politische Gewissheiten zersetzt und dabei ein utopisches Moment von Hoffnung behauptet. Ein großartiges, vielschichtiges und extrem vergnügliches Buch.

    DLF Kultur

    Dieses Buch ist von brennender Aktualität. Es ist eine intelligente und literarisch brillante Parabel über einen Gesellschaftszustand, in dem eskalierende Gewalt ständig neue Gewalt gebiert. Voll schwarzem Humor, grotesk und satirisch, doch voller Liebe zu den Menschen und frei von Zynismus.

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