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Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert

Calic, Marie-Janine

Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert

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Warum ist Jugoslawien zerfallen? War der gewaltsame Untergang unvermeidlich? Warum hat der heterogene Staat dann überhaupt so lange überlebt? Dieses Buch analysiert, warum und unter welchen Umständen Jugoslawien entstand, was den Vielvölkerstaat über siebzig Jahre zusammenhielt und weshalb er sich schließlich gewaltsam auflöste. Im Mittelpunkt... mehr
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Beschreibung
Warum ist Jugoslawien zerfallen? War der gewaltsame Untergang unvermeidlich? Warum hat der heterogene Staat dann überhaupt so lange überlebt? Dieses Buch analysiert, warum und unter welchen Umständen Jugoslawien entstand, was den Vielvölkerstaat über siebzig Jahre zusammenhielt und weshalb er sich schließlich gewaltsam auflöste. Im Mittelpunkt stehen die um die Wende zum 20. Jahrhundert einsetzenden fundamentalen Wandlungsprozesse, die die Ideologien, politischen Systeme, wirtschaftlich-sozialen Beziehungen sowie die Lebensweisen in ganz Europa nachhaltig prägten und auch Jugoslawien im Laufe des 20. Jahrhunderts von einer Agrar- in eine moderne Industriegesellschaft verwandelten. Dadurch wird die jugoslawische Geschichte in die europäische Geschichte mit all ihren wechselseitigen Verflechtungen eingebettet und das Klischeebild des rückständigen, mit unauflösbaren Nationalitätenkonflikten belasteten Balkans korrigiert.

2010. 415 S. mit 6 Kte., geb. C.H.Beck, München.
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    • 26.02.2020
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    comment (2) Pressestimmen
    "Das Buch hat den Vorzug, eine der wenigen deutschsprachigen Synthesen zur jugoslawischen Geschichte zu sein. (...) Festzuhalten bleibt, dass die 'Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert' in ihren Ausführungen solide und allgemeinverständlich gehalten ist. Wenngleich aus wissenschaftlicher Sicht Fragen offenbleiben (müssen), liegt ein...
    comment (2)
    Pressestimmen
    "Das Buch hat den Vorzug, eine der wenigen deutschsprachigen Synthesen zur jugoslawischen Geschichte zu sein. (...) Festzuhalten bleibt, dass die 'Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert' in ihren Ausführungen solide und allgemeinverständlich gehalten ist. Wenngleich aus wissenschaftlicher Sicht Fragen offenbleiben (müssen), liegt ein aktueller Einstieg in die jugoslawische Zeitgeschichte vor."

    Rayk Einax, Zeitschrift für Balkanologie Bd. 47, Nr. 2 (2011)

    "Die Geschichte Polens und Jugoslawiens unterscheidet sich zwar in vielerlei Hinsicht. Aber beide teilen eine lange Leidensgeschichte. (…) Umso verdienstvoller ist das Unterfangen zweier Historiker, die Geschichte Polens und Jugoslawiens im 20. Jahrhundert zu schildern. Sie tun es beide aus einem nicht zuletzt für den deutschen Leser überraschenden und damit umso lehrreicheren Blickwinkel."

    Thomas Speckmann, Die Welt, 11. Juni 2011

    "(...) fasslich und präzise (...). Man folgt der Darstellung gern und leicht; die Geschichte ist flüssig erzählt, klug und klar, ohne störendes Pathos oder Moralin. Wohltuend ist der weite Blick, mit dem Calic Jugoslawiens Spezifika in moderne, international verständliche Kategorien fasst und in größere Zusammenhänge rückt, besonders wenn es um die vielen Wirtschaftskrisen geht, die das Land erleben musste. Hier, im tiefen Verständnis ökonomischer Zusammenhänge und im souveränen Umgang mit der Sozialstatistik, liegt die besondere Stärke des Buches."

    Norbert Mappes-Niediek, Neue Zürcher Zeitung, 29. April 2011

    "(...) es [ist] höchst verdienstvoll, dass nun eine Gesamtdarstellung vorliegt, die sich bewusst davor hütet, den südslawischen Vielvölkerstaat als eine künstliche Konstruktion abzutun, deren Scheitern programmiert war."

    Renate Wiggershaus, Frankfurter Rundschau, 20. Dezember 2010

    "(...) der Staat scheitert nicht an jahrhundertealten völkischen und religiösen Trennungen, sondern daran, dass ökonomische, sozialkulturelle und machtpolitische Konflikte kulminierten, die in ethnonationale Kategorien uminterpretiert wurden, schreibt Marie-Janine Calic in ihrer sehr lesenswerten 'Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert'. Die Münchner Geschichtsprofessorin räumt mit dem Mythos auf, Jugoslawien sei ein künstliches Gebilde gewesen, das der heterogenen Bevölkerung Homogenität auferzwungen hätte.

    Calic schafft es, die komplizierte jugoslawische Geschichte komprimiert und facettenreich darzustellen, auch weil sie Gründung, Bestehen und Zerfall Jugoslawiens in die globale Geschichte wirtschaftlicher, politischer und sozialpsychologischer Entwicklungen einbettet und sich nationalistische Sichtweisen nicht zu eigen macht."

    Doris Akrap, die tageszeitung, 6. Oktober 2010

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