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Herrschaft und Verfahren

Battenberg, Friedrich

Herrschaft und Verfahren

Politische Prozesse im mittelalterlichen Römisch-Deutschen Reich
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Battenberg beschreibt den politischen Prozess des Mittelalters als eigenständigen Verfahrenstyp zur Begründung und Stabilisierung von Herrschaft. Anhand repräsentativer Beispiele aus dem 13. bis 15. Jahrhundert arbeitet er die charakteristischen Züge derjenigen politischen Prozesse vor den Gerichten des deutschen Königshofes heraus, durch die... mehr
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Beschreibung
Battenberg beschreibt den politischen Prozess des Mittelalters als eigenständigen Verfahrenstyp zur Begründung und Stabilisierung von Herrschaft. Anhand repräsentativer Beispiele aus dem 13. bis 15. Jahrhundert arbeitet er die charakteristischen Züge derjenigen politischen Prozesse vor den Gerichten des deutschen Königshofes heraus, durch die Konflikte um Grundlegung, Absicherung, Ausweitung oder Verteidigung von Herrschaftspositionen gelöst werden sollten. Der Autor vergleicht die Prozesse im Hinblick auf die Legitimationsfunktion verschiedener Verfahrensarten. Besondere Aufmerksamkeit widmet er dem Strukturwandel des dinggenossenschaftlichen Verfahrens im Zuge von Bürokratisierung, Professionalisierung und Verwissenschaftlichung der Administration am Königshof.

1995. X, 253 S. mit 9 Abb., geb. mit SU.
  • B101197
    • Buch
    • B101197
    • 978-3-534-10119-1
    • 30.03.1995
    • wbg Academic
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    Group 52 Autorenporträt
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    »B. diskutiert, mit Vorsicht argumentierend und urteilend, seitherige Auffassungen und kommt durch sorgfältig-kritische Analyse der vorhandenen Quellen teilweise zu anderen, schlüssigeren und letztlich überzeugenderen Wertungen. Er weist dabei auf die zahlreichen noch ungeklärten oder strittigen Fragen im behandelten Sachgebiet hin, lässt sich...
    comment (2)
    Pressestimmen

    B. diskutiert, mit Vorsicht argumentierend und urteilend, seitherige Auffassungen und kommt durch sorgfältig-kritische Analyse der vorhandenen Quellen teilweise zu anderen, schlüssigeren und letztlich überzeugenderen Wertungen. Er weist dabei auf die zahlreichen noch ungeklärten oder strittigen Fragen im behandelten Sachgebiet hin, lässt sich hier aber keineswegs aufgrund vorgefasster Meinung zu riskanten und dubiosen Lösungen drängen.

    So bietet die vorliegende, in Tatsachenverwendung, Recherchen, Interpretation und Argumentation mit Sorgfalt und Umsicht durchgeführte Arbeit einen wohlfundierten und sehr beachtlichen Beitrag zum Verständnis mittelalterlicher Herrschaftsordnung im römisch-deutschen Reich wie insbesondere zur Frage nach den Arten damaliger Konfliktbewältigung. Personen-, Orts- und Sachregister fehlen ebensowenig wie ein Abbildungsverzeichnis (abgebildet wurden die Herrscherporträts auf den Hofgerichtssiegeln, die B. an anderer Stelle bereits monographisch untersucht hatte). Hervorzuheben wäre noch der besonders gründlich und akkurat ausgearbeitete Anmerkungsteil, der auf über 60 Seiten außer den üblichen Belegstellen und Literaturhinweisen zahlreiche zusätzliche Erläuterungen und Informationen enthält.

    Archiv. f. hess. Geschichte u. Altertumskunde

    In Anknüpfung an das 1927 erschienene Werk von Heinrich Mitteis ›Politische Prozesse des früheren Mittelalters‹ (ND 1974) untersucht der durch seine grundlegenden Arbeiten über die höchste Gerichtsbarkeit im deutschen Reich bekannte F. Battenberg Wesen und Phänomene der politischen Prozesse im spät-mittelalterlichen Deutschland. Anhand von 7 Verfahren zwischen 1235 und 1470 aus verschiedenen Reichsgebieten stellt er Charakteristica und Entwicklung dieser Prozesse vor. Im Unterschied zu Mitteis und H.-J. Becker definiert er den politischen Prozess ›als dasjenige forensische Verfahren, ... das Konflikte um die Grundlegung, die Stabilisierung, die Ausweitung oder Verteidigung von Herrschaft lösen sollte‹. Die Untersuchung lässt nicht nur eine Erscheinungsform des Rechtswesens klarer erkennen, sondern auch als Spiegel königlicher Herrschaft sehen.

    Das Historisch-Politische Buch

    Insgesamt werden die einzelnen Prozesse, auf die hier nicht näher einzugehen ist, zwar knapp, aber dennoch anschaulich und prägnant geschildert; sie sind zudem durch ein ausführliches Namens-, Orts- und Sachregister vorzüglich erschlossen ... ein wichtiges und anregendes Buch

    . Jus Commune

    ... dieses in jeder Hinsicht interessante Buch (wird) die weitere Diskussion um die Reichsverfassung mächtig anregen.

    Historische Zeitschrift

    In dem hier vorliegenden Werk legt der durch zahlreiche einschlägige Publikationen ausgewiesene Darmstädter Rechtshistoriker Friedrich Battenberg eine Summe seiner bisherigen Forschungen und Quellenpublikationen vor. Dabei stellt er eines der spannendsten Phänomene der mittelalterlichen Gerichtsbarkeit, das heikle Verhältnis von Rechtsprechung und Politik, in den Mittelpunkt seiner Untersuchung ... Battenberg (hat) die Diskussion um die königliche Gerichtsbarkeit um einen wichtigen Beitrag bereichert.

    Mediaevistik

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