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Vom Musentempel zum Lernort

Hochreiter, Walter

Vom Musentempel zum Lernort

Zur Sozialgeschichte deutscher Museen 1800 – 1914
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Die Institution Museum erlebt einen Aufschwung wie noch kaum jemals in ihrer Geschichte. Philosophen und Kulturwissenschaftler beschreiben diesen Trend als ›Musealisierung unserer kulturellen Lebenswelt‹ oder als neues Phänomen einer ›Erlebnisgesellschaft‹. Aber trotz der Bedeutung und Akzeptanz des geschichtlichen Museums besteht bei... mehr
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Beschreibung
Die Institution Museum erlebt einen Aufschwung wie noch kaum jemals in ihrer Geschichte. Philosophen und Kulturwissenschaftler beschreiben diesen Trend als ›Musealisierung unserer kulturellen Lebenswelt‹ oder als neues Phänomen einer ›Erlebnisgesellschaft‹. Aber trotz der Bedeutung und Akzeptanz des geschichtlichen Museums besteht bei Historikern und Museumswissenschaftlern Uneinigkeit darüber, ob sich Geschichte im Museum überhaupt darstellen lasse, wie eine historische Ausstellung oder Schausammlung zu gestalten sei und welcher Stellenwert den Exponaten und den begleitenden Medien zukomme. Hochreiters Beitrag zur Museumsdebatte geht diesen Fragen erstmals in sozialgeschichtlicher und auch didaktischer Problemorientierung nach. Vier Museen stehen im Zentrum der Darstellung: Das Alte Museum Berlin, das Germanische Nationalmuseum Nürnberg, das Historische Museum Frankfurt a.M. und das Deutsche Museum München.

1994. IX, 327 S., geb. mit SU.
  • B122666
    • Buch
    • B122666
    • 978-3-534-12266-0
    • 06.04.1994
    • wbg Academic
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    »Am Beispiel des Alten Museums Berlin, des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg, des Historischen Museums Frankfurt und des Deutschen Museums München gelingt es Hochreiter - auch filternd aus der Fülle der zu dieser Thematik in den letzten Jahren bereits erschienenen Literatur - einen durchgängigen Faden vom Anspruch des Museums als Ort der...
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    Pressestimmen

    Am Beispiel des Alten Museums Berlin, des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg, des Historischen Museums Frankfurt und des Deutschen Museums München gelingt es Hochreiter - auch filternd aus der Fülle der zu dieser Thematik in den letzten Jahren bereits erschienenen Literatur - einen durchgängigen Faden vom Anspruch des Museums als Ort der geistigen Bildung der Nation durch Anschauung des Schönen, über die

    Rettungsanstalt

    einer geistigen und materiellen Kulturtradition, dem Museum als Schulungsort für Handwerker und Unternehmer in Bewunderung einer nostalgisch-ästhetisierenden Kulturgeschichte bis zum Museum als Volksbildungsstätte und der Differenzierung und Spezialisierung der Sammlungen zu knüpfen ... Ein umfangreiches Quellenverzeichnis, gegliedert auch nach den behandelten Museen, ermöglicht dem interessierten Leser auch die Vertiefung in einzelne angerissene Thematiken.

    Jahrbuch für Volkskunde und Museologie des Bezirksheimatmuseums Spittal/Drau

    Im Museum besichtigen wir Geschichte. Dass die Institution Museum selbst ihre eigene Geschichte hat, übersehen wir dabei häufig. Der Autor Walter Hochreiter hat sich dieser Geschichte angenommen und begibt sich in seiner Studie auf einen historischen Streifzug durch renommierte deutsche Museen. Ihre jeweilige Gründungsgeschichte dient ihm dabei als Musterbeispiel für die historische Entwicklung der Institution ›Museum‹ von ihren Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg ... Walter Hochreiter, der in einem zweiten Teil die Entwicklung unterschiedlicher Ausstellungskonzeptionen innerhalb des Museums diskutiert, versteht es, selbst komplexe Zusammenhänge allgemein verständlich zu schildern. Anmerkungen zu den einzelnen Kapiteln finden sich im Anhang. Auf ihre Lektüre kann nach Belieben verzichtet werden, da der Haupttext in sich plausibel strukturiert ist: eine anregende Lektüre für jeden Museumsbesucher von heute!

    Damals

    Museen bilden seit dem frühen 19. Jahrhundert einen genauen Seismograph der politischen Kultur. Die Analyse von Museumskonzeptionen kann daher Aufschluss über Aspekte von Macht- und Herrschaftslegitimationen, über historisch spezifische Bildungskonzeptionen und über den Charakter einer nationalen Selbstvergewisserungs- und Erinnerungskultur vermitteln. Hochreiter unternimmt auf breiter Literatur- und Quellenbasis den spannenden und wichtigen Versuch, über eine historische Untersuchung wichtiger Museumsgründungen in Deutschland zwischen 1800 und 1914 einen Beitrag zur Theorie des historischen Museums zu leisten. Die Untersuchung gliedert sich in zwei Teile: Der ausführlichere erste befasst sich mit der Sozialgeschichte des Museums in Deutschland, der zweite gilt der didaktischen Problemanalyse des Lernortes Museum. Die detaillierte sozialgeschichtliche Analyse fragt vorrangig nach den jeweiligen Trägerschichten der Museumsgründungen, ihren pädagogisch-didaktischen Intentionen, sie gilt den Sammelbereichen, der didaktischen Konzeption, der Anordnung der musealen Objekte und den intendierten Formen der Rezeption. Als exemplarisch gelten Hochreiter das Alte Museum Berlin, das Germanische Nationalmuseum Nürnberg, das Historische Museum Frankfurt sowie das Deutsche Museum München.

    Neue Politische Literatur

    Hochreiters sozialgeschichtliche Untersuchung einiger ausgesuchter deutscher Museen unter einem ganzen Bündel von Gesichtspunkten und Fragestellungen ist vorzüglich.

    Westfälische Forschungen

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