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Die Wiederkehr des Erzählens

Förster, Nikolaus

Die Wiederkehr des Erzählens

Deutschsprachige Prosa der 80er und 90er Jahre
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Die deutschsprachige Literatur der 80er und 90er-Jahre hat bislang noch kein epochales Etikett gefunden, wie dies für die 50er-Jahre (›Nachkriegszeit‹), die 60er-Jahre (›Politisierung‹) und die 70er Jahre (›Neue Subjektivität‹) der Fall ist. Nikolaus Förster unternimmt in diesem Band erstmals den Versuch, die Prosa der letzten anderthalb... mehr
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Beschreibung
Die deutschsprachige Literatur der 80er und 90er-Jahre hat bislang noch kein epochales Etikett gefunden, wie dies für die 50er-Jahre (›Nachkriegszeit‹), die 60er-Jahre (›Politisierung‹) und die 70er Jahre (›Neue Subjektivität‹) der Fall ist. Nikolaus Förster unternimmt in diesem Band erstmals den Versuch, die Prosa der letzten anderthalb Jahrzehnte unter dem zentralen konstitutiven Aspekt der »Wiederkehr des Erzählens« zu fassen.

Seit Beginn der 80er-Jahre lässt sich in der deutschsprachigen Literatur eine verstärkte Aufnahme traditioneller Erzählformen auf einer spielerisch-ironischen, selbstreflexiven Ebene beobachten – ein Phänomen, das in den Gegenwartsliteraturen anderer Länder (etwa Frankreich, Italien, Amerika) bereits zuvor aufgetreten war und sich beispielsweise in den Texten von Umberto Eco, Milan Kundera, Gabriel García Márquez oder Isabel Allende widerspiegelt. Die deutschsprachige Literatur der 80er-Jahre und 90er-Jahre erzählt wieder Geschichten, setzt auf Kategorien wie durchgängige Handlung, ästhetische Geschlossenheit, Spannung und Unterhaltung. Prominenteste Beispiele sind Sten Nadolnys ›Die Entdeckung der Langsamkeit‹ (1983), Patrick Süskinds ›Das Parfum‹ (1985), Christoph Ransmayrs ›Die letzte Welt‹ (1988), Robert Schneiders ›Schlafes Bruder‹ (1992) sowie Urs Widmers ›Der blaue Siphon‹ (1992) und ›Im Kongo‹ (1996). Anhand paradigmatischer Lektüre dieser Texte – immer jedoch argumentativ ausgreifend – zeigt der Autor, wie die Gegenwartsliteratur statt auf Destruktion und Authentizität auf Rekonstruktion und Fiktionalität setzt, wie sie dem Ringen um Authentizität die Lust am Fabulieren entgegenhält, wie der Bruch mit der Tradition von einem Spiel mit der Tradition abgelöst wird. Zugleich verweist er auf Debatten, wie sie in der zeitgenössischen Geschichtswissenschaft, Ethnologie und Psychologie geführt werden.

1999. X, 261 S., geb.
  • B144635
    • Buch
    • B144635
    • 978-3-534-14463-1
    • 10.02.1999
    • wbg Academic
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    Group 52 Autorenporträt
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    »Insgesamt ... hat Förster eine fundierte, ausgesprochen gut lesbare und mit 170 Textseiten (ohne Anmerkungen) wohltuend prägnante Arbeit vorgelegt, deren Interpretationen großteils überzeugen können und die ›Tendenzwende‹ in der deutschsprachigen Literatur zu Beginn der achtziger Jahre plausibel begründen.« Deutsche Bücher – Forum für Literatur...
    comment (2)
    Pressestimmen

    Insgesamt ... hat Förster eine fundierte, ausgesprochen gut lesbare und mit 170 Textseiten (ohne Anmerkungen) wohltuend prägnante Arbeit vorgelegt, deren Interpretationen großteils überzeugen können und die ›Tendenzwende‹ in der deutschsprachigen Literatur zu Beginn der achtziger Jahre plausibel begründen.

    Deutsche Bücher – Forum für Literatur

    Förster legt eine wichtige Betrachtung zur Vermessung des literarischen Feldes der Gegenwartsliteratur vor, das auch für den Deutschunterricht eine beachtenswerte literaturtheoretische Fundierung liefert. Die eingehende Beschäftigung mit ausgewählter postmoderner Literatur, mit einer Literatur, die das Erzählen wieder entdeckt, kann auch das Lesen und die Lust am Lesen wieder fördern. Und zur einer solchen eingehenden Beschäftigung im Deutschunterricht wiederum kann dieser Arbeit anregen, weil sie exemplarisch die Literatur der Postmoderne auswählt und analytische Zugriffe auf- und vorbereitet.

    Literatur im Unterricht

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