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Krieg als Metapher im zwanzigsten Jahrhundert

Emig, Rainer

Krieg als Metapher im zwanzigsten Jahrhundert

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Diese Studie beschäftigt sich mit der Wahrnehmung und Darstellung des Krieges im 20. Jahrhundert. Dabei nimmt sie sowohl seine Rolle in den Medien – hauptsächlich im Fernsehen – und in der vordergründig friedlichen Alltagswelt ins Visier als auch seine Darstellung in Literatur, Kunst und Sprache. Rainer Emig weist mit den Methoden der... mehr
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Beschreibung
Diese Studie beschäftigt sich mit der Wahrnehmung und Darstellung des Krieges im 20. Jahrhundert. Dabei nimmt sie sowohl seine Rolle in den Medien – hauptsächlich im Fernsehen – und in der vordergründig friedlichen Alltagswelt ins Visier als auch seine Darstellung in Literatur, Kunst und Sprache. Rainer Emig weist mit den Methoden der Literatur-, Sprach-, Kommunikations- und Medienwissenschaft dezidiert nach, dass Krieg eine paradoxe Doppelrolle in der modernen Kultur einnimmt: als deren Bedrohung und zugleich als deren Sinnstifter. Dies macht aber eine präzise Fassung von Krieg in Diskursen unmöglich. Genau so, wie Krieg selbst sachlich entfernte Bereiche, z.B. Werbung, tangiert, können sich Diskussionen über Krieg schwer vom Einfluss ihres Gegenstands lösen. Anhand zahlreicher Beispiele aus den Medien und der Alltagskultur, aus der deutschen, britischen und amerikanischen Literatur – von jener des Ersten Weltkriegs bis hin zur postkolonialen und Trivialliteratur – zeichnet die Studie ein komplexes Bild, in dem Kultur und Gewalt über Sinnstiftung untrennbar miteinander verbunden erscheinen. Gleichzeitig differenziert sie in Detailanalysen die wichtigsten Erscheinungsformen von Krieg in Sprache und Literatur. Einzelkapitel sind den Autoren David Jones, Heiner Müller, Christa Wolf, Kurt Vonnegut und Thomas Pynchon sowie der bildenden Künstlerin Rebecca Horn und dem Choreographen Saburo Teshigawara gewidmet. Die aufschlussreiche Studie schließt mit einer philosophisch-ethischen Betrachtung des Sprechens über Krieg.

2001. 349 S., kart.
  • B150740
    • Buch
    • B150740
    • 978-3-534-15074-8
    • 21.05.2001
    • wbg Academic
    • Deutsch
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