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Die Ehre Friedrich Barbarossas

Görich, Knut

Die Ehre Friedrich Barbarossas

Kommunikation, Konflikt und politisches Handeln im 12. Jahrhundert
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Knut Görich zeigt an einem Lieblingsthema der deutschen Mediävistik, der Herrschaft Friedrich Barbarossas, und an einem der zentraleren Prinzipien seines Herrschaftshandelns, welche grundsätzlich neuen Perspektiven einem scheinbar umfassend erforschten Feld abzugewinnen sind, wenn man in Abweichung von den üblichen Forschungsansätzen die... mehr
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Beschreibung
Knut Görich zeigt an einem Lieblingsthema der deutschen Mediävistik, der Herrschaft Friedrich Barbarossas, und an einem der zentraleren Prinzipien seines Herrschaftshandelns, welche grundsätzlich neuen Perspektiven einem scheinbar umfassend erforschten Feld abzugewinnen sind, wenn man in Abweichung von den üblichen Forschungsansätzen die ›Bedeutung der Ehre‹ für das politische Handeln Barbarossas ins Zentrum der Untersuchung stellt.

Die Ehre als vergleichsweise ›archaische‹ Handlungsnorm hatte auf die Politik des Staufers große Auswirkungen. Umfassend diskutiert Görich, in welchen Zusammenhängen und mit welchen Bedeutungen der Begriff ›honor‹ im Spektrum des politischen Handelns Friedrich Barbarossas erwähnt wird, inwieweit sein herrscherliches Handeln durch Anforderungen dieses ›honor‹ bestimmt war, welche Sanktionen auf Verletzung des herrscherlichen ›honor‹ zu gewärtigen waren. Damit gewinnt Görich einen Schlüssel zu den Handlungsmaximen Barbarossas, der seine Herrschaft in einem völlig neuen Licht zeigt.

2001. X, 638 S., Gzl. mit SU.
  • B151682
    • Buch
    • B151682
    • 978-3-534-15168-4
    • 05.06.2001
    • wbg Academic
    • Deutsch
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    Group 52 Autorenporträt
    comment (2) Pressestimmen
    »... das Buch (bedeutet) einen großen Erkenntnisfortschritt ... noch nie hat jemand die gesamte ›Italienpolitik‹ Barbarossas unter dem Aspekt der Ehre als zentralem Handlungsmotiv interpretiert, und auch das seltsame Wechselspiel zwischen Geld, Ehre und Recht wurde noch nirgends so scharf profiliert wie in diesem Buch.« Damals »Mit seiner...
    comment (2)
    Pressestimmen

    ... das Buch (bedeutet) einen großen Erkenntnisfortschritt ... noch nie hat jemand die gesamte ›Italienpolitik‹ Barbarossas unter dem Aspekt der Ehre als zentralem Handlungsmotiv interpretiert, und auch das seltsame Wechselspiel zwischen Geld, Ehre und Recht wurde noch nirgends so scharf profiliert wie in diesem Buch.

    Damals

    Mit seiner Tübinger Habilitationsschrift hat der inzwischen in München lehrende Mediävist Knut Görich ein gut lesbares, intellektuell ansprechendes und innovatives Werk zu den vielschichtigen Dimensionen politischen Handelns und zur symbolischen Kommunikation im Hochmittelalter vorgelegt. Den Ansätzen Gerd Althoffs ebenso verpflichtet wie den kultursoziologischen Konzepten eines Pierre Bourdieu, versteht er es, einen weit ausladenden, vordergründig wohl bekannten Gegenstand der mittelalterlichen Geschichte neu zu bearbeiten und dabei am Ende eigene Akzente zu setzen. Er tut dies stets quellennah und mit sicherem Gespür für die adäquate Interpretation der hochmittelalterlichen Geschichtsschreibung und ihr verwandter Quellengattungen ... Es ist dem Verständnis von Görichs Ideen sehr zuträglich, dass am Ende der einzelnen Abschnitte jeweils in Form kurzer Resümees Grundlegendes zusammengefasst wird ... Ein Quellen- und Literaturverzeichnis und ein Orts- und Personenregister beschließen den Band, der auf seine Art Maßstäbe setzt und in der kongenialen Ausführung von Gerd Althoff angeregter Interpretationsansätze eine ernstzunehmende Herausforderung an die traditionelle Mediävistik darstellt.

    Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

    Görich nimmt die mittelalterlichen Quellen radikal ernst und bemüht sich, ihren Motivenhorizont einzubeziehen. Dadurch erschließt er dem Verständnis des politischen Handelns der mittelalterlichen deutschen Kaiser einen wichtigen Bereich.

    Mitteilungen des Instituts für österreichische Geschichtsforschung

    Ganz gewiss wird auch dieses Buch des Verfassers ein Markstein in der neueren Forschungsentwicklung werden, ein Anlass für intensive Debatten und vielleicht ein Wendepunkt in der Beurteilung Friedrich I. Görich hätte diese Aufmerksamkeit verdient, weil er wie kaum jemand vor ihm die Wirksamkeit einer in den Quellen nur siglenhaft angesprochenen Norm an Ereignisketten und komplexen Handlungsfeldern getestet hat.

    Michael Borgolte, Historische Zeitschrift

    Zusammenfassend gesagt liegt hier eine mediävistische Arbeit vor, die in erfreulicher Ausführlichkeit das politische Verhalten Barbarossas im Hinblick auf die Ehre und die mit ihr zusammenhängenden Faktoren untersucht. Dabei löst sich der Autor, was für die Beschäftigung mit dem 12. Jahrhundert von immenser Wichtigkeit ist, von den modernen Vorstellungen über Staat, Politik und Recht und versucht, in die komplexe Welt des 12. Jahrhunderts einzutauchen, soweit dies für einen Menschen des 21. Jahrhunderts möglich ist. Erfreulich ist auch, dass der Autor den Themenkomplex Ehre nicht allein von mediävistischer Seite aus betrachtet, sondern den rechtlichen Aspekt mit einbezieht und hier die neuere rechtshistorische Forschung in seine Untersuchung einbindet. Insgesamt gelingt es dem Autor, einen gelungenen Beitrag zur Erforschung der Interaktion zwischen Barbarossa, seinem Hof, den Großen des Reiches und den italienischen Kommunen zu liefern.

    Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte

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