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Ludwig der Fromme

Boshof, Egon

Ludwig der Fromme

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Ludwig der Fromme (778 – 840) trat 814 die Nachfolge seines Vaters Karls des Großen an. Der große Kaiser hatte ihm ein Reich hinterlassen, das von Barcelona bis Hamburg, von der Bretonischen Mark bis zur Ostmark und von Rom bis zur Nordsee reichte. 843, drei Jahre nach Ludwigs Tod, war dieses Reich endgültig zerfallen; im Vertrag von Verdun... mehr
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Beschreibung
Ludwig der Fromme (778 – 840) trat 814 die Nachfolge seines Vaters Karls des Großen an. Der große Kaiser hatte ihm ein Reich hinterlassen, das von Barcelona bis Hamburg, von der Bretonischen Mark bis zur Ostmark und von Rom bis zur Nordsee reichte. 843, drei Jahre nach Ludwigs Tod, war dieses Reich endgültig zerfallen; im Vertrag von Verdun wurde es zwischen den drei Söhnen aufgeteilt. Die Nachwelt beurteilte Ludwigs Regierung lange Zeit ausschließlich unter dem Eindruck des Niedergangs der Zentralgewalt und der Auflösung des Großreiches, betonte somit stark den Kontrast zur glänzenden Epoche Karls des Großen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg setzte ein Wandel in der Beurteilung ein, Ludwig trat gewissermaßen aus dem Schatten seines Vaters heraus. Die vorliegende Biographie greift die neuesten Forschungsergebnisse auf und zeichnet so ein revidiertes Ludwigbild, das die Persönlichkeit und Leistung des Karolingers in die politische, soziale und kulturelle Entwicklung des Frankenreiches in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts einordnet.

Sonderausgabe der 1. Aufl. 1996. IX, 305 S. mit 8 ganzs. Abb. und 1 Stammtaf., kart.
  • B189795
    • Buch
    • B189795
    • 978-3-534-18979-3
    • 01.09.2005
    • wbg Academic
    • 314
    • Deutsch
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    Group 52 Autorenporträt
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    »... die Forschung (hat) Ludwig lange mit Nichtachtung bestraft, galt er doch als der Schwächling, der das Erbe des großen Vaters vergeudete. Solange Macht als der Maßstab für erfolgreiche Herrschaft galt, musste ein ›frommer‹ Herrscher, der eine umfassende Kirchenreform und sittliche Läuterung anstrebte, als unfähig erscheinen. Wie sehr dieses...
    comment (2)
    Pressestimmen

    ... die Forschung (hat) Ludwig lange mit Nichtachtung bestraft, galt er doch als der Schwächling, der das Erbe des großen Vaters vergeudete. Solange Macht als der Maßstab für erfolgreiche Herrschaft galt, musste ein ›frommer‹ Herrscher, der eine umfassende Kirchenreform und sittliche Läuterung anstrebte, als unfähig erscheinen. Wie sehr dieses Bild auf falscher Quellendeutung aus nationaler Optik beruht, zeigt Egon Boshof in der ersten modernen Ludwig-Biographie, die zudem – fußnotenreich – wissenschaftlichen Ansprüchen genügt.

    Die Welt

    Trotz des beschränkten Raumes, der dieser Biographienreihe vorgegeben ist, ist B., einem der zur Zeit besten Kenner der Materie, eine Revision des Geschichtsbildes über Ludwig den Frommen gelungen ... Sehr glücklich erscheint die Kombination zwischen biographisch angelegten, die äußeren politischen Ereignisse narrativ ordnenden und die Verfassung und Organisation des Reiches bzw. des Königs / Kaiserhofes thematisierenden Kapiteln ... Die Vermutung des Reihenherausgebers (Peter Herde), dass die Biographie ›wohl für geraume Zeit ein Standardwerk über Ludwig den Frommen bleiben wird‹, erscheint durchaus gerechtfertigt.

    Archiv. f. hess. Geschichte u. Altertumskunde

    Konziliengeschichtlich verdient das Buch Interesse, weil Synoden das wesentliche Forum und Instrument von Ludwigs Reformpolitik waren und eben dadurch den Gedanken der Verantwortung des Episkopats für die politische Ordnung auf den Höhepunkt seiner frühmittelalterlichen Wirksamkeit brachten. Bei B. findet dies seine gebührende Beachtung und zugleich seine Einbettung in den gesamten Zeitzusammenhang, der auch im frühen 9. Jahrhundert nicht allein kirchengeschichtlich begriffen werden kann.

    Annuarium Historiae Conciliorum

    Eine wissenschaftliche Beschreibung der Lebens- und Regierungszeit Ludwigs, die als neuere monographische Darstellung in größeren Bibliotheken eine Lücke nach zahlreichen Karlsviten (z.B. G. Herm: BA 1/88 und E-ID 13/91) und vor ebenfalls reichlich vorhandenen Darstellungen der Ottonen (z.B. G. Althoff: BA 6/86 und ID 29/96) schließen kann.

    ekz-Informationsdienst

    Die vom Passauer Mediävisten vorgelegte Biographie ist die seit langer Zeit erste umfassende Gesamtdarstellung Ludwigs des Frommen. Man nimmt sie erwartungsvoll zur Hand – und wird nicht enttäuscht. In klaren Linien und mit beeindruckender Übersicht sowohl über die Quellen als auch über den aktuellen Forschungsstand werden das Leben und Wirken Ludwigs im Kontext seiner Epoche behandelt ... B. schöpft die eng begrenzten Möglichkeiten frühma. Quellen für das Erfassen biographischer Individualität aus, ohne den Boden kritischer Interpretation zu verlassen. Zugleich liefert das Buch eine Gesamtbewertung der karolingischen Geschichte unter Ludwig d. Fr. in neuer Sicht.

    Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters

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