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Der Germanenmythos

Wiwjorra, Ingo

Der Germanenmythos

Konstruktion einer Weltanschauung in der Altertumsforschung des 19. Jahrhunderts
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Zu den traditionellen deutschen Nationalstereotypen gehört die Vorstellung von der maßgeblichen Prägung durch unsere germanischen Vorfahren. Diese Idealisierung der Germanen wurzelt in einem völkischen Geschichtsdenken, welches sich die häufig politisch tendenziöse Altertumsforschung des 19. Jahrhunderts zunutze machte. In einem Jahrhundert, in... mehr
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Beschreibung
Zu den traditionellen deutschen Nationalstereotypen gehört die Vorstellung von der maßgeblichen Prägung durch unsere germanischen Vorfahren. Diese Idealisierung der Germanen wurzelt in einem völkischen Geschichtsdenken, welches sich die häufig politisch tendenziöse Altertumsforschung des 19. Jahrhunderts zunutze machte. In einem Jahrhundert, in dem sich der geisteswissenschaftliche Fächerkanon erst herauszubilden begann, zählten zu den Altertumsforschern Wissenschaftler und Publizisten aus der Germanistik und der Archäologie, aus der Geschichtswissenschaft und der Anthropologie.

Ingo Wiwjorra gelingt eine breite Darstellung der Wissenschaftsgeschichte des 19. Jahrhunderts, in der Ideologien und Mythisierungen eine große Rolle spielten. Andererseits wird deutlich, welche Auswirkungen völkische Vorstellungen innerhalb der Geisteswissenschaften des 19. Jahrhunderts auf die Politik des 20. Jahrhunderts hatten – und wie auch unser heutiges Germanenbild noch von den überkommenen Stereotypen geprägt ist.

2006. 408 S., Fadenh., geb.
  • B190165
    • Buch
    • B190165
    • 978-3-534-19016-4
    • 13.03.2006
    • wbg Academic
    • 406
    • Deutsch
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    Group 52 Autorenporträt
    comment (2) Pressestimmen
    »Man wird dieses Buch nicht nur den Sprach- und Literaturwissenschaftlern/-wissenschaftlerinnen empfehlen, sondern auch den Sprach- und Literaturwissenschaftlern/-wissenschaftlerinnen, namentlich den Germanisten/Germanistinnen, weil sie ohne das hier ausgebreitete Hintergrundwissen den auch in ihren Wissenschaften und in ihren Quellen eifrig...
    comment (2)
    Pressestimmen

    Man wird dieses Buch nicht nur den Sprach- und Literaturwissenschaftlern/-wissenschaftlerinnen empfehlen, sondern auch den Sprach- und Literaturwissenschaftlern/-wissenschaftlerinnen, namentlich den Germanisten/Germanistinnen, weil sie ohne das hier ausgebreitete Hintergrundwissen den auch in ihren Wissenschaften und in ihren Quellen eifrig gepflegten Germanen-Diskurs nicht begreifen können.

    Wissenschaftlicher Literaturanzeiger

    Vorteilhaft präsentiert es (das Buch) sich durch die Bemühung um eine neutral charakterisierende, nicht ideologisch wertende Darstellung, ohne dass dabei die vielfach skandalösen Implikationen der referierten Forschungspositionen verschleiert würden.

    Germanistik

    Ingo Wiwjorras großes Verdienst liegt insbesondere in seiner umfassenden, außergewöhnlich materialreichen, informativen und gut lesbaren Narration des von ihm beackerten Themenfeldes.

    Forum Vormärz Forschung

    Ingo Wiwjorra hat hier mit außerordentlicher Gründlichkeit und in einer dankenswert systematischen Anordnung eine beachtliche Quellenstudie zur Geschichte der deutschsprachigen Germanenforschung im 19. Jahrhundert vorgelegt.

    Moderne

    Die Studie greift auf eine große Menge an Primärquellen zurück, aus denen ausgiebig zitiert wird, und darf als Standardwerk bezeichnet werden. Wer Informationen über die Konstruktion des Germanentums im 19. Jahrhundert sucht, sollte in Zukunft zuerst zu Wiwjorras klar gegliedertem, wissenschaftlich anspruchsvollem und erfreulich lesbaren Buch greifen.

    Nordeuropaforum

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