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Das Judentum und der römische Staat

Noethlichs, Karl Leo

Das Judentum und der römische Staat

Minderheitenpolitik im antiken Rom
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Noethlichs beschreibt das antike Judentum aus der Perspektive der römischen Außenwelt und geht auf deren gesellschaftliche Meinungen und staatliche, vor allem gesetzgeberische Politik ein. Diese Außenperspektive ist bis jetzt nirgends so konsequent wie hier auf das antike Judentum angewendet worden, das unter diesem Blickwinkel als eine von... mehr
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Beschreibung
Noethlichs beschreibt das antike Judentum aus der Perspektive der römischen Außenwelt und geht auf deren gesellschaftliche Meinungen und staatliche, vor allem gesetzgeberische Politik ein. Diese Außenperspektive ist bis jetzt nirgends so konsequent wie hier auf das antike Judentum angewendet worden, das unter diesem Blickwinkel als eine von vielen Minderheiten in einem zunächst multikulturellen römischen Staat erscheint. Die Behandlung der Juden ist Teil einer reichsweiten Expansions- und Sicherungspolitik, die in Unterdrückung, aber auch in Toleranz und Integrationsversuchen vorwiegend rechtlicher Art bestand. Die Untersuchung dieser Sicherungs- und Integrationspolitik umfasst einen Zeitraum von ca. 167 v.Chr. bis zum 6. Jh. n.Chr., mit Ausblicken bis ins 9. Jh. (Byzanz als Nachfolger des römischen Reichs). Schwerpunkte sind die Erörterung der Quellenlage, die stichwortartige Beschreibung der Beziehungsgeschichte und der Stellung der jüdischen, religiös verstandenen Gemeinden. Mit der Durchsetzung des Christentums als dem einzigen staatstragenden religiösen Bekenntnis entwickelt der Staat eine ›repressive Toleranz‹ den Juden gegenüber, die als Typus auch in späteren Zeiten immer wieder aufgenommen worden ist.

Sonderausgabe der 1. Aufl. 1996. VI, 250 S., kart.
  • B191951
    • Buch
    • B191951
    • 978-3-534-19195-6
    • wbg Academic
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    Group 52 Autorenporträt
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    »Das antike Judentum wird hier zum ersten Mal konsequent aus der Außenperspektive des römischen Staates und seiner Gesellschaft beschrieben.« Literatur-Report »Der in Aachen lebende Althistoriker beschreibt, wie die Bewohner des römischen Reiches die jüdische Minderheit wahrgenommen haben ... Im vorliegenden Buch findet der Interessierte eine...
    comment (2)
    Pressestimmen

    Das antike Judentum wird hier zum ersten Mal konsequent aus der Außenperspektive des römischen Staates und seiner Gesellschaft beschrieben.

    Literatur-Report

    Der in Aachen lebende Althistoriker beschreibt, wie die Bewohner des römischen Reiches die jüdische Minderheit wahrgenommen haben ... Im vorliegenden Buch findet der Interessierte eine Fülle von Fakten, Textbelegen und Interpretationen, die sonst nicht greifbar sind.

    Internationale Zeitschriftenschau für Bibelwissenschaft und Grenzgebiete

    Der Autor ist ein Kenner seines Gebietes und hat das Material sorgfältig zusammengestellt. So liegt der eigentliche Wert der Studie in der Sammlung und Nebeneinanderstellung vieler ereignisgeschichtlicher, gesetzlicher und literarischer Einzelheiten. Als Nachschlagewerk ist es vorzüglich zu benutzen. Noethlichs hat zudem auch die moderne Literatur eingearbeitet, so dass man sich immer auf dem neuesten Stand der Forschung weiß.

    Historische Zeitschrift

    The book is extremely instructive in unwrapping the complex situation, especially in Late Rome, and giving a welldocumented diachronic overview of the problem.

    The Journal of Indo-European Studies

    Der Leser trifft auf eine umfangreiche, detaillierte, zuverlässige Dokumentation der Einschätzung und Behandlung der Juden im spätantiken heidnischen und dann christlichen Staat. Das Quellenmaterial, das sich auf literarische Quellen beschränkt und epigraphische und archäologische Zeugnisse ausdrücklich ausschließt, wird sachgerecht gegliedert und leicht auffindbar dargeboten. Insoweit stellt N.s Buch ein wertvolles Hilfsmittel dar, das von allen, die nach zuverlässigen Nachrichten über die Stellung der Juden in der spätantiken Gesellschaft suchen, dankbar zu Rate gezogen werden wird. Für diese Selbstbescheidung und seine ebenso kenntnisreiche wie objektive Behandlung des nicht nur historisch interessanten, sondern auch emotional belasteten Themas verdient der Vf. Dank und Anerkennung.

    Theologische Revue

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