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Einführung in die Theologie der Offenbarung

Waldenfels, Hans

Einführung in die Theologie der Offenbarung

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Die Einführung geht von zwei Beobachtungen aus: Einmal galt in der christlichen Theologie dieses Jahrhunderts der Begriff der Offenbarung als der radikalen Selbstmitteilung Gottes an die Welt in Jesus von Nazaret als der entscheidende Schlüsselbegriff christlichen Selbstverständnisses. Sodann aber sieht sich dieselbe Theologie spätestens seit... mehr
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Beschreibung
Die Einführung geht von zwei Beobachtungen aus: Einmal galt in der christlichen Theologie dieses Jahrhunderts der Begriff der Offenbarung als der radikalen Selbstmitteilung Gottes an die Welt in Jesus von Nazaret als der entscheidende Schlüsselbegriff christlichen Selbstverständnisses. Sodann aber sieht sich dieselbe Theologie spätestens seit der Mitte dieses Jahrhunderts dem vielschichtigen gesellschaftlichen Phänomen des Pluralismus ausgesetzt, in dem der Pluralität der Religionen eine eigene Bedeutung zukommt. Der damit gegebene Bruch in der Entwicklung des europäisch-neuzeitlichen Denkens zieht deutliche Konsequenzen für die im Offenbarungsglauben artikulierte christliche Identität nach sich, die eine erneute Reflexion des Weges christlicher Theologie im Zeichen der Offenbarung erforderlich macht. Katholischerseits findet eine solche Neubesinnung darin einen zusätzlichen Anhaltspunkt, dass das 2. Vatikanische Konzil seinerseits die Offenbarung als aktuelle Begegnung zwischen Gott und Menschheit, in ihrem historischen Ablauf vor und nach Christus, aber auch ihrer Kulmination in der Jesusgestalt in biblischer Einbettung herausgestellt hat. In diesem Sinne lenkt die Einleitung (I) den Blick auf die biblische Behandlung der Offenbarung und (II) ihren Fortgang in der christlich-theologischen Tradition, ehe sie sich (III) ausführlich mit der Offenbarungskritik der Neuzeit befaßt und (IV) bei der Pluralismusproblematik unserer Zeit endet. Insofern als christliche Offenbarung in ihrem Ursprung bei einer historischen Gestalt ansetzt, ist christliche Offenbarungstheologie vor aller spekulativen Reflexion eine phänomen- und sprachorientierte Theologie, die sich selbst geschichtlich entwickelt und artikuliert.

Sonderausgabe der 1. Aufl. 1996. IX, 208 S., kart.
  • B209675
    • Buch
    • B209675
    • 978-3-534-20967-5
    • 01.10.2007
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    »Hans Waldenfels zeigt zunächst, welche in der Bibel bezeugten Widerfahrnisse und Reflexionen bestimmend wurden für die Ausarbeitung eines christlichen Offenbarungsverständnisses. Er skizziert verschiedene klassische Ausprägungen (Augustin, Bonaventura, Thomas von Aquin) und die Antwortversuche auf religions- und offenbarungskritische Entwürfe...
    comment (2)
    Pressestimmen

    Hans Waldenfels zeigt zunächst, welche in der Bibel bezeugten Widerfahrnisse und Reflexionen bestimmend wurden für die Ausarbeitung eines christlichen Offenbarungsverständnisses. Er skizziert verschiedene klassische Ausprägungen (Augustin, Bonaventura, Thomas von Aquin) und die Antwortversuche auf religions- und offenbarungskritische Entwürfe der Neuzeit. Die systematischen Überlegungen sind zentriert um das Problem Offenbarung und Pluralismus (Pluralismus als Signatur des gegenwärtigen gesellschaftlichen Bewusstseins und Pluralismus der Religionen). Sie versuchen, Gottes ›letztes Wort‹ als die auch und gerade heute im Kreuzesgeschehen vernehmbare Gegen-Rede des umbegreiflich liebenden Gottes gegen ein religiös-gesellschaftliches ›Alles geht‹ herauszuarbeiten. Das vorliegende Werk eignet sich gut als Studienbuch im akademischen Unterricht wie als Einführung für interessierte Laien.

    Christ in der Gegenwart

    Er gibt dem Leser eine fundierte Einführung, die ihm die Teilnahme an der Diskussion um den Offenbarungsbegriff ermöglicht. Das Buch setzt die Hilfreiche Reihe der unterschiedlichsten Einführungswerke des Verlages ›Wissenschaftliche Buchgesellschaft‹ erfreulich fort. Die detaillierten Ausführungen, die man bei einem Grundlagenwerk vielleicht nicht auf den ersten Blick vermutet, sind beeindruckend, so dass selbst Goethes Faust zitiert wird. Fragen des Gottesbegriffes aber auch Probleme des Modernismus kommen ebenso zur Sprache wie eine ausführliche Analyse der lehramtlichen Aussagen zum Offenbarungsbegriff. Umfassende weiterführende Literaturangaben und – bei Waldenfels auch üblich – ein handliches Register runden den Band ab. Waldenfels läßt sich in dem Werk von seinem Grundprinzip theologischer Darstellung tragen: Kontextuell zu arbeiten. Die Fülle von Zitaten und Belegen lassen den Offenbarungsbegriff lebendig werden.

    Die gute Gesamtschau eines fundamentaltheologischen Problems wendet sich besonders an Lehrende und Lernende in der Theologie, aber auch der interessierte Laie wird sich schnell in die verständliche und doch wissenschaftliche Sprache einlesen.

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