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Neuer Adel

Gerstner, Alexandra

Neuer Adel

Aristokratische Elitekonzeptionen zwischen Jahrhundertwende und Nationalsozialismus
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Industrialisierung, beginnende Massenkultur und Demokratisierung zogen das Bedürfnis nach Leitfiguren und neuen Eliten nach sich. Diese breiten und disparaten Diskurse beeinflussten die politische Ausrichtung Europas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Untersucht werden aristokratische Elitekonzeptionen von Intellektuellen zwischen... mehr
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Beschreibung
Industrialisierung, beginnende Massenkultur und Demokratisierung zogen das Bedürfnis nach Leitfiguren und neuen Eliten nach sich. Diese breiten und disparaten Diskurse beeinflussten die politische Ausrichtung Europas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Untersucht werden aristokratische Elitekonzeptionen von Intellektuellen zwischen Jahrhundertwende und Nationalsozialismus anhand von fünf Schlüsselfiguren: Richard Graf Coudenhove-Kalergi (1894 – 1972), Gründer der Paneuropa-Union; Kurt Hiller (1885 – 1972), Pazifist und Sozialist; Edgar Julius Jung (1894 – 1934), ›konservativer Revolutionär‹; Bernhard Koerner (1875 – 1952), völkischer Genealoge; und Walther Rathenau (1867 – 1922), nationalliberaler Unternehmer. Was diese so unterschiedlichen Persönlichkeiten einte, war ihre Suche nach einem ›neuen Adel‹.

2008. 590 S., Fadenh., geb.
  • B214440
    • Buch
    • B214440
    • 978-3-534-21444-0
    • 26.05.2008
    • wbg Academic
    • 590
    • Deutsch
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    Group 52 Autorenporträt
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    »Alexandra Gerstner legt eine detailreiche und in ihrer Argumentation überzeugende Untersuchung vor, die dem Anspruch gerecht wird, die behandelten Neuadelskonzepte in ihren ideengeschichtlichen und soziopolitischen Dimensionen zu analysieren.« H-Soz-u-Kult »Alexandra Gerstner hat zahlreiche archivalische Quellen ausgewertet und ihr...
    comment (2)
    Pressestimmen

    Alexandra Gerstner legt eine detailreiche und in ihrer Argumentation überzeugende Untersuchung vor, die dem Anspruch gerecht wird, die behandelten Neuadelskonzepte in ihren ideengeschichtlichen und soziopolitischen Dimensionen zu analysieren.

    H-Soz-u-Kult

    Alexandra Gerstner hat zahlreiche archivalische Quellen ausgewertet und ihr Themenspektrum mit breiten Kontextualisierungen hervorragend abgedeckt. Der Leser erfährt an der jeweils richtigen Stelle Wissenswertes über die vorgängigen Adelskonzepte Friedrich Nietzsches, Paul Anton de Lagardes, Georg Simmels, Max Webers, Arthur Moeller van den Brucks oder Guido Lists. Ihr Buch füllt eine echte Forschungslücke und ist jetzt schon als Handbuch und demnächst hoffentlich als Standardwerk einer kulturwissenschaftlichen Moderne-Forschung zu bezeichnen.

    www.literaturkritik.de

    Alexandra Gerstners Buch wird fraglos den Rang eines Standardwerks behaupten.

    www.buchinformationen.de

    Die Studie Alexandra Gerstners ist eine argumentativ überzeugende und ebenso detailreiche wie quellengesättigte Untersuchung über die zahlreichen Versuche von Intellektuellen, ihre Rolle jenseits der ›Gelehrten‹ in der Gesellschaft zu bestimmen und die eigene Desintegration durch Überhöhung des eigenen Selbstbildes zu ›Geistesaristokraten‹ oder wenigstens zu Propheten des ›neuen Adels‹ zu kompensieren.

    Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte

    Alexandra Gerstner hat mit ihrer bestechenden Arbeit ein bisher nur in Fragmenten ausgeleuchtetes Kapitel der deutschen Ideologie- und Politikgeschichte systematisch aufgearbeitet und zugleich die Ansprüche einer modernen Intelektuellen- und Ideengeschichte erfüllt. Als besonders wertvoll darf ihr Beitrag auch deshalb gelten, weil der von ihr gewählte Ansatz deutlich macht, wie scheinbar marginale, historisch vordergründig ›anachronistische‹ Denkgehalte schon deshalb große Wirkungen entfalten können, weil sie alternative Gedanken- und Handlungskapazitäten binden oder umlenken. Zudem gelingt es ihr, die in der Forschung wie in der Tagesliteratur immer wieder beobachtete Nähe der Gesellschaftskritik von ›Neuer Rechter‹ und klassischer ›Linker‹ und die gemeinsame Ablehnung liberaler Gesellschaftsordnungen auf der Suche nach einer ›alternativen Moderne‹ argumentativ nachzureichen. Damit schließt ihre Arbeit eine Lücke der deutschen Ideologiegeschichte.

    sehepunkte.de

    Mit der Entdeckung dieser – alle politischen Barrieren überschreitenden – Neuadelskonzepte hat die Autorin einen großen Trüffel gefunden.

    Frankfurter Allgemeine Zeitung

    Gerstners Arbeit zeichnet sich durch ihre Geradlinigkeit und gute Lesbarkeit aus.

    Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte

    Gerstners Studie, ihre Thesen und die rekonstruierten Konzepte überzeugen und sind ein erster Schritt, will man sich einen Einblick in den diffusen Neuadels-Diskurs verschaffen.

    George-Jahrbuch

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