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Ein gefährlicher Geist

Müller, Jan-Werner

Ein gefährlicher Geist

Carl Schmitts Wirkung in Europa
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Wenige Denker haben so polarisiert wie Carl Schmitt (1888–1985), wenige hatten eine so vielfältige und intensive Wirkungsgeschichte. Schmitt gehörte zu den Intellektuellen, die sich dem ›Dritten Reich‹ zur Verfügung stellten und in ihm Karriere machten. Der Autor legt das ohne Umschweife dar, betont aber gleichzeitig den überragenden Rang der... mehr
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Beschreibung
Wenige Denker haben so polarisiert wie Carl Schmitt (1888–1985), wenige hatten eine so vielfältige und intensive Wirkungsgeschichte. Schmitt gehörte zu den Intellektuellen, die sich dem ›Dritten Reich‹ zur Verfügung stellten und in ihm Karriere machten. Der Autor legt das ohne Umschweife dar, betont aber gleichzeitig den überragenden Rang der Schriften Carl Schmitts. Die genaue Analyse widmet sich dann den vielfältigen Nachwirkungen Schmitts, den Schülerkreisen und Beeinflussungen. Zum ersten Mal wird die europaweite Nachwirkung seines Denkens dargestellt. Es wird klar, dass nicht nur das intellektuelle Leben Deutschlands, insbesondere im juristischen und philosophischen Bereich, ohne Carl Schmitt kaum vorstellbar ist. Zahlreiche bedeutende Denker werden hier neu beleuchtet, unter anderem Ernst-Wolfgang Böckenförde und Joachim Ritter. Der Abschluss des Bandes verfolgt die Weiterentwicklung Schmitts Ideen bis hin zu Konzeptionen der Globalisierung

Mit einem Vorwort von Michael Stolleis. Aus dem Engl. von Nikolaus de Palézieux. 2., um ein Reg. erg. Aufl. 2011. 304 S. mit Reg., 16,5 x 24 cm, geb. Lizenz Yale University Press. Veröffentlicht mit Unterstützung des Wilhelm-Weischedel-Fonds der WBG.
  • B230242
    • Buch
    • B230242
    • 978-3-534-23024-2
    • 18.11.2011
    • wbg Academic
    • 304
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    Group 52 Autorenporträt
    comment (2) Pressestimmen
    »This book is of enormous help not only for understanding Schmitts’s late career, but also for understanding the topography of post-war European thought.« Mark Lilla, University of Chicago »Als willkommenes Gegengewicht zu jeder Schmitt-Faszination ist auf Deutsch jüngst eine amerikanische Studie von Jan-Werner Müller erschienen. Müller...
    comment (2)
    Pressestimmen

    This book is of enormous help not only for understanding Schmitts’s late career, but also for understanding the topography of post-war European thought.

    Mark Lilla, University of Chicago

    Als willkommenes Gegengewicht zu jeder Schmitt-Faszination ist auf Deutsch jüngst eine amerikanische Studie von Jan-Werner Müller erschienen. Müller dokumentiert die vielfältige Wirkung von Schmitt nach dem Krieg in Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich und den USA ... Müller verfolgt in zahlreichen Details die offenkundigen und untergründigen Bezüge, von der Neuen Rechten bis Botho Strauss, von Samuel Huntington bis Toni Negri.

    NZZ am Sonntag

    Damit gelingt Müller über den Umweg der Rezeption eine Darstellung von Schmitts Denken, die nicht nach dem einen theologischen Kern fragt, sondern seine verschiedensten, teils widersprüchlich erscheinenden bzw. zu verstehenden Gedankengänge rekonstruiert. Diese schon 2003 veröffentlichte Studie liegt nun endlich in deutscher Übersetzung vor und bietet einen wichtigen Schlüssel zum Verständnis europäischer Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts bis in unsere Tage.

    Zeitschrift für Politikwissenschaft

    Auch geht die Untersuchung sowohl zeitlich als auch räumlich weit über die Vorgängerstudie hinaus: Ihr Gegenstand ist die Schmitt-Rezeption der letzten sechs Jahrzehnte in Deutschland, Westeuropa, ansatzweise auch den Vereinigten Staaten – eine Tour d’Horizon also, ein faszinierender Streifzug durch eine intellektuell-politische Landschaft, die nur wenigen in der von Müller präsentierten Vielgestalt vertraut sein dürfte.

    NZZ

    Wie ein reflektierter Liberalismus mit dem Konflikt zwischen dem Liberalismus als normativ ausgezeichneter Lebensform zeitgenössischer westlicher Gesellschaften und einem politisch verstandenen Liberalismus umgehen soll, erweist sich als bleibende Herausforderung Carl Schmitts an das politische Denken der Gegenwart. Es ist ein großes Verdienst der Studie, nicht nur an diese Herausforderung erinnert zu haben, sondern diesen Grundkonflikt im Selbstverständnis der Moderne an einem brisanten Gegenstand mit der nötigen historischen Tiefenschärfe herausgearbeitet zu haben.

    Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

    Es handelt sich um ein lesenswertes Buch, weil es die bis in die Gegenwart dauernden, internationalen Breitenwirkungen Schmitts deutlich und bewusst macht.

    Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte

    Es ist ein sehr positives Fazit zu ziehen: Die Studie bietet viel Substanz auf wenig Seiten mit souveränem Urteil und Materialbehandlung. Zudem kann dieses Buch durchaus auch (dank des ersten Teils) als Einführung auf höchstem Niveau sowohl in Schmitts Denken selbst als auch in wichtige Nachkriegsdiskurse gelesen werden.

    Zeitschrift für Genozid

    Der an der Universität Princeton Politische Theorie und Ideengeschichte lehrende Autor hat ein kluges, kenntnisreiches und anregendes, auch gut zu lesendes Buch geschrieben.

    Historische Zeitschrift

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