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Die »Ereignismeldungen UdSSR« 1941

Mallmann, Klaus-Michael / Angrick, Andrej / Matthäus, Jürgen / Cüppers, Martin (Hrsg.)

Die »Ereignismeldungen UdSSR« 1941

Dokumente der Einsatzgruppen in der Sowjetunion. Band I
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Bereits einen Tag nach Beginn des ›Unternehmens Barbarossa‹ setzen die ›Ereignismeldungen UdSSR‹ ein, die fast täglich im Reichssicherheitshauptamt zusammengestellten Berichte über die Tätigkeit der Einsatzgruppen in der Sowjetunion. Sie sind die bedeutendste durchlaufende Quellengruppe zum Ostkrieg und zugleich Dokumente des Grauens. Auf fast... mehr
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Beschreibung
Bereits einen Tag nach Beginn des ›Unternehmens Barbarossa‹ setzen die ›Ereignismeldungen UdSSR‹ ein, die fast täglich im Reichssicherheitshauptamt zusammengestellten Berichte über die Tätigkeit der Einsatzgruppen in der Sowjetunion. Sie sind die bedeutendste durchlaufende Quellengruppe zum Ostkrieg und zugleich Dokumente des Grauens. Auf fast 4500 Schreibmaschinenseiten ist minutiös festgehalten, wer, wann, wo und auf wessen Befehl hin welche Vergeltungsaktionen durchführte, Partisanen tötete oder Juden und Kommunisten in Massenexekutionen erschoss. So ist etwa die Dokumentengrundlage für das Massaker von Babij Jar, der größten Mordaktion im Jahr 1941, hier zu finden: Im September 1941 fielen den Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes in der Schlucht bei Kiew mehr als 33000 Juden zum Opfer. Auf der Grundlage der Forschungen eines hochkarätigen Spezialistenteams ediert und kommentiert der Band erstmals sämtliche Ereignismeldungen des Jahres 1941, versehen mit einer Einführung, Literaturverzeichnis, Verzeichnissen der Dienststellen und Einheiten etc. Jeder, der sich mit dem Ostkrieg, mit dem Holocaust und den NS-Verbrechen beschäftigt, ist auf diese Dokumente angewiesen.

(Bd. 20). 2011. 927 S. mit 36 s/w Abb., 8 Kt., u. 5 Tab., Bibliogr. und Reg., 16,5 x 24 cm, Fadenh., geb.
  • B244683
    • Buch
    • B244683
    • 978-3-534-24468-3
    • 29.09.2011
    • wbg Academic
    • 927
    • 36 Illustrationen, schwarz-weiß;8 Karten;5
    • Deutsch
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    »Es war der Fund der ›Ereignismeldungen UdSSR‹ unter den Bergen der von den Alliierten gesammelten deutschen Beuteakten, der das einzige Verfahren vor einem amerikanischen Militärtribunal (Fall 9 gegen Otto Ohlendorf u.a.) auslöste, in dessen Zentrum die Verbrechen des Holocaust standen. Seitdem haben sich die Meldungen der Einsatzgruppen als...
    comment (2)
    Pressestimmen

    Es war der Fund der ›Ereignismeldungen UdSSR‹ unter den Bergen der von den Alliierten gesammelten deutschen Beuteakten, der das einzige Verfahren vor einem amerikanischen Militärtribunal (Fall 9 gegen Otto Ohlendorf u.a.) auslöste, in dessen Zentrum die Verbrechen des Holocaust standen. Seitdem haben sich die Meldungen der Einsatzgruppen als unverzichtbare Quelle für das Verständnis der Ermordung der sowjetischen Juden wie auch für das gesamte Spektrum deutscher Politik in den besetzten Teilen der Sowjetunion erwiesen. Indem die Forschungsstelle Ludwigsburg diesen Quellenfundus nun erstmals vollständig veröffentlicht, erweist sie Historikern einen kolossalen Dienst. Die Bedeutung der Publikation ist um so größer, als die Geschichtsschreibung zum Holocaust in den letzten Jahren immer stärker erkannt hat, wie wichtig es ist, den Genozid an den Juden im Gesamtkontext der NS-Besatzungspolitik zu untersuchen.

    Christopher R. Browning, Frank Porter Graham Professor of History, University of North Carolina at Chapel Hill

    Der große Verdienst der Editoren der Forschungsstelle Ludwigsburg um Klaus-Michael Mallmann ist es, diese wichtigen Dokumente in einer kenntnisreich eingeleiteten und mit Parallelmaterial erweiterten Ausgabe einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.

    Welt Online

    Es ist bereits absehbar, dass dieses Werk in Kürze zu den wichtigsten Quelleneditionen neuerer Zeit gehören wird.

    Welt Online

    Eine einzigartige, entlarvende wie erschütternde Dokumentation.

    Neues Deutschland

    Für das Buch braucht man Nerven: Es ist minutiös festgehalten, wer, wann, wo und auf wessen Befehl hin welche Vergeltungsmaßnahmen durchführte, Partisanen tötete oder Juden und Kommunisten in Massenexekutionen erschoss - ein Dokument des Grauens, das es so noch nicht gegeben hat.

    Buchmarkt

    Die "Ereignismeldungen" verdeutlichen eindrucksvoll die Radikalisierung des Vorgehens gegen die jüdische Bevölkerung an der Peripherie.

    FAZ

    "Die im vorliegenden Band enthaltenen Dokumente sind eine unentbehrliche Quelle für die deutsche Besatzungspolitik in der Sowjetunion im Allgemeinen und den Völkermord an den sowjetischen Juden im Besonderen. Mit der Wiedergabe und Annotation der Ereignismeldungen haben die Herausgeber sowohl dem Historiker als auch dem interessierten Publikum einen enormen Dienst erwiesen." Alex J. Kay, Bulletin des Fritz Bauer Instituts

    Ein in seiner Lückenlosigkeit erschütterndes Dokument der deutschen Blutherrschaft im besetzten Russland

    Pallasch

    Mit der Wiedergabe und Annotation der Ereignismeldungen haben die Herausgeber sowohl dem Historiker als auch dem interessierten Publikum einen enormen Dienst erwiesen

    Einsicht 07 - Bulletin des Fritz Bauer Instituts

    Die Herausgeber verarbeiten eine riesige Menge an Sekundärliteratur und bieten auf diese Weise einen Überblick über die mittlerweile sehr fortgeschrittene Erforschung des Holocaust

    Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

    Die Geschichte der Einsatzgruppen wurde bisher erst in Teilen geschrieben. Die Herausgabe der Ereignismitteilungen wird ohne Zweifel dazu beitragen, diesen Mangel zu beheben. Daneben ermöglicht die Edition aber auch Lehrern, Museen und interessierten Privatpersonen einen sehr direkten Zugang zu einem der dunkelsten Kapitel der neueren deutschen Geschichte.

    literaturkritik.de

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