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Gelehrtenkultur als symbolische Praxis

Füssel, Marian

Gelehrtenkultur als symbolische Praxis

Rang, Ritual und Konflikt an der Universität der Frühen Neuzeit
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Zwischen 1600 und 1750 mehrten sich die Konflikte um sozialen Rang bzw. dessen performative Inszenierung auffällig, und zwar keineswegs nur bei Hofe, sondern insbesondere auch in bürgerlichen Milieus. Gerade Gelehrte waren oft Akteure in diesen Rangkonflikten. Marian Füssel stellt die Konstituierung von sozialem Rang durch symbolische... mehr
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Beschreibung
Zwischen 1600 und 1750 mehrten sich die Konflikte um sozialen Rang bzw. dessen performative Inszenierung auffällig, und zwar keineswegs nur bei Hofe, sondern insbesondere auch in bürgerlichen Milieus. Gerade Gelehrte waren oft Akteure in diesen Rangkonflikten.

Marian Füssel stellt die Konstituierung von sozialem Rang durch symbolische Handlungen exemplarisch am Beispiel der Universitäts- und Gelehrtengeschichte dar, was nicht nur das ›Innenleben‹ der Universitäten verständlicher macht, sondern auch die Mentalität von Adel und kommender Führungsschicht. Sozialer Status war keine statische Gegebenheit, sondern ein ständig umkämpftes Gut. So gelingt ihm ein Stück Sozialgeschichte des Gelehrtenstandes.

Sonderausgabe der 1. Auflage 2006. IX, 543 S., kart.
  • B248001
    • Buch
    • B248001
    • 978-3-534-24800-1
    • wbg Academic
    • 556
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    comment (2) Pressestimmen
    »... eine mutige, weit ausgreifende Studie von beachtlichem intellektuellem Format und umfassendem Erklärungspotential.« FAZ »Die Arbeit untersucht daher vor allem die Praxis der ständischen Interaktion und will ein Baustein sein zur Kulturgeschichte der frühmodernen Universität sowie ein Beitrag zur Frage nach der symbolischen Konstitution von...
    comment (2)
    Pressestimmen

    ... eine mutige, weit ausgreifende Studie von beachtlichem intellektuellem Format und umfassendem Erklärungspotential.

    FAZ

    Die Arbeit untersucht daher vor allem die Praxis der ständischen Interaktion und will ein Baustein sein zur Kulturgeschichte der frühmodernen Universität sowie ein Beitrag zur Frage nach der symbolischen Konstitution von Stand und Rang. Beides ist gründlich gelungen, in flüssiger, klarer Sprache ... Die Arbeit zeigt, welch fruchtbares Untersuchungsfeld die Gelehrtenkultur für die soziale Praxis ständischer Distinktion darstellt.

    Das Historisch-Politische Buch

    Material wird dabei nicht nur reichlich versammelt, sondern im Sinne jüngerer Symbol- und Repräsentationstheorien konzeptionell durchdrungen. Insgesamt entsteht ein facettenreiches Bild des ›Homo academicus‹ und seiner Zünfte aus einer Zeit, als die Universität noch ein soziales System von großer gesellschaftlicher und politischer Bedeutung war.

    Forschung & Lehre

    Füssels Buch ist eine Fundgrube an hinreißendem und klug pointiertem Quellenmaterial.

    Historische Anthropologie

    So breitet Füssel ein buntes Tableau aus, erkennbar mit großer Lust und großem Geschick zur Narration ... Füssel ist nicht der notorisch ›wichtige Beitrag zur Forschung‹ gelungen, sondern ein wirklich hervorragendes Buch.

    Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

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