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Gastfreundschaft in der Antike und im frühen Christentum

Hiltbrunner, Otto

Gastfreundschaft in der Antike und im frühen Christentum

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Im antiken Griechenland genoss der Reisende außerhalb seiner Heimat keinen Rechtsschutz. Er stand aber unter dem Schutz des Zeus Xenios, des Gottes der Fremden. Gast und Gastgeber tauschten Erkennungszeichen untereinander aus. Solche Gastfreundschaften konnten Generationen überdauern, einige griechische Staaten waren sogar durch ihre Verfassung... mehr
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Beschreibung
Im antiken Griechenland genoss der Reisende außerhalb seiner Heimat keinen Rechtsschutz. Er stand aber unter dem Schutz des Zeus Xenios, des Gottes der Fremden. Gast und Gastgeber tauschten Erkennungszeichen untereinander aus. Solche Gastfreundschaften konnten Generationen überdauern, einige griechische Staaten waren sogar durch ihre Verfassung verpflichtet, Gastfreundschaft zu gewähren.

In Rom war der Ausländer ebenfalls rechtlos: Hier schützte Jupiter hospitalis den Fremden. Stand er in einem klientelähnlichen Verhältnis zu einem römischen Bürger, so übernahm dieser die Vertretung seiner Interessen.

Private Gastfreundschaft war bei Römern und Griechen eine selbstverständliche Ehrenpflicht. Wer sie gegen Bezahlung ausübte wie der Gastwirt, galt daher als ehrlos. Erst aus dem Geist frühchristlicher Gastlichkeit entwickelte sich die Einrichtung von »Herbergen für fremde Gäste«, aus denen bis heute wirkende Institutionen wie »Hospitien« oder »Hospitäler« und damit letztlich unser Krankenhauswesen hervorgegangen sind.

Der Autor stellt die wichtige Rolle der Gastfreundschaft für die Grundstruktur der antiken Gesellschaft heraus. Deutlich wird, dass die Kenntnis dieses Zusammenhangs Voraussetzung für das bessere Verständnis von Besonderheiten der Sozialgeschichte ist.

2005. 224 S., PDF.
  • I700790
    • PDF eBook
    • I700790
    • 978-3-534-70079-0
    • 16.11.2007
    • wbg Academic
    • 224
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    comment (2) Pressestimmen
    »Er (Hiltbrunner) steht souverän über der Materie und stellt seine Gedankengänge in klarer Sprache dar.« Erbe und Auftrag »Das hier vorzustellende Buch ist bemerkenswert: seines Stoffes, seiner zeitlichen Erstreckung, aber auch seiner wissenschaftlichen Position und seines methodischen Ansatzes wegen.« Magdeburger Volksstimme »Das an Quellen...
    comment (2)
    Pressestimmen

    Er (Hiltbrunner) steht souverän über der Materie und stellt seine Gedankengänge in klarer Sprache dar.

    Erbe und Auftrag

    Das hier vorzustellende Buch ist bemerkenswert: seines Stoffes, seiner zeitlichen Erstreckung, aber auch seiner wissenschaftlichen Position und seines methodischen Ansatzes wegen.

    Magdeburger Volksstimme

    Das an Quellen und Details reiche Buch schildert informativ und gut lesbar ein zentrales Thema antiker Sozial- und Wirtschaftsgeschichte nach seinen vielfältigen Seiten.

    Theologische Revue

    Otto Hiltbrunner ... macht noch im hohen Alter ... durch diese äußerst interessante Publikation auf sich aufmerksam ... Was an dem Buch besonders besticht, ist die Fülle an Quellenmaterial, das zu Unterstreichung des Dargestellten angeboten wird. Eine Unzahl an literarischen Beispielen (immer in sehr angenehm zu lesender Übersetzung gegeben) aus dem griechischen sowie dem römischen Bereich bis hin zu Bibeltexten machen das Ganze sehr anschaulich und lebendig. Dadurch erweist sich das Buch als enorm hilfreich für das tiefere Verständnis von jeglichen Texten, in denen Aspekte des hospitium eine Rolle spielen.

    Bulletin des Schweizerischen Altphilologenverbandes

    So setzt sich das erste Kapitel mit den Grundlagen der Gastlichkeit auseinander. Dies stellt eine hervorragende Einführung zum vertieften Verständnis der folgenden Artikel dar, in denen die Gastfreunde bei Homer ebenso wie die griechische und römische Gastfreundschaft in historischer Zeit angesprochen werden. Ein eigenes Kapitel über das christliche Altertum und ein thematischer Ausblick in das Mittelalter hinein runden dieses seit langem erwartete Werk ab.

    Antike Welt

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