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Italien

Hehn, Victor

Italien

Ansichten und Streiflichter. Mit Lebensnachrichten über Victor Hehn von Georg Dehio und einem Nachwort zum Neudruck von Ralph-Rainer Wuthenow
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Dreimal war Victor Hehn (1813 – 1890) in Italien, nicht epigonal auf den Spuren Goethes, aber doch in seiner Nachfolge. Denn es ging ihm wie Goethe keineswegs nur um die Überreste der Antike auf italienischem Boden, sondern auch um Italien als Naturphänomen, um Flora und Fauna, um die Physiognomie der Landschaft und das Charakteristische der... mehr
Group 53
Beschreibung
Dreimal war Victor Hehn (1813 – 1890) in Italien, nicht epigonal auf den Spuren Goethes, aber doch in seiner Nachfolge. Denn es ging ihm wie Goethe keineswegs nur um die Überreste der Antike auf italienischem Boden, sondern auch um Italien als Naturphänomen, um Flora und Fauna, um die Physiognomie der Landschaft und das Charakteristische der Bevölkerung.

Die zwölf Kapitel des Buches bestechen in ihrer lebendigen, unpathetischen, aber wohlklingenden Prosa eines bedeutenden Stilisten, der sich an Goethe, gewiss auch an A. v. Humboldt zu schulen gewusst hat. Mit seinem Italien-Buch, das unter Kennern den Ruf genießt, das schönste seiner Art zu sein, hat V. Hehn ein Denkmal geschaffen, das Epochen überdauert.

Nachdr. 1992 der 2., stark verm. Aufl. 1879. XXXI, 340 S., geb. mit SU.
  • B119231
    • Buch
    • B119231
    • 978-3-534-11923-3
    • 14.08.1992
    • wbg Academic
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    »Es ist die Wiedergutmachung eines lange währenden Unrechts, wenn dieses verschollene Meisterwerk beschreibender Prosa jetzt in der zweiten Fassung von 1879 ... wieder vorgelegt wird ... (Hehns) Sehmethode, die Besonderheiten Italiens aus landschaftlichen und klimatischen Bedingungen abzuleiten und Lebensformen als Naturformen zu beschreiben,...
    comment (2)
    Pressestimmen

    Es ist die Wiedergutmachung eines lange währenden Unrechts, wenn dieses verschollene Meisterwerk beschreibender Prosa jetzt in der zweiten Fassung von 1879 ... wieder vorgelegt wird ... (Hehns) Sehmethode, die Besonderheiten Italiens aus landschaftlichen und klimatischen Bedingungen abzuleiten und Lebensformen als Naturformen zu beschreiben, ist in ihrer lyrischen Anschaulichkeit gar nicht zu überholen

    . FAZ

    Können Sie auch den Reiseleiterspruch ›Wenn Engel reisen ...‹ nicht mehr hören? – Und auch das Zitat vom Land, in dem die Zitronen blühen, kommt Ihnen schon zu den Ohren heraus. – Dann empfehle ich Ihnen zur Blütenlese die Reiseaufzeichnungen Italien, Ansichten und Streiflichter von Victor Hehn, der ca. 50 Jahre nach Goethe besagtes Zitonen-Land bereist und seine Eindrücke erstmals 1864 veröffentlicht ... Genua, Venedig, Ravenna, Bologna, Florenz, Rom, Capri, Sardinien, Sizilien, erstaunlich wie sehr die Reiseziele Hehns den heutigen noch gleichen. Der Reiz der Lektüre liegt denn auch darin, dem Erzähler des 19. Jahrhunderts zu lauschen, während wir selbst das gegewärtige Italien in Augenschein nehmen. Vergangenes und Erhaltenes wird in den Italiengemälden von Hehn lebendig. Wie Goethe wird man in Rom durchs Forum Romanum streifen, die Peterskuppel besteigen und zwischen Piazza del Popolo und Piazza Venezia spazieren gehen und wie Hehn dem nächtlichen Reiz der Piazza Navona erliegen. Auch Sizilien ist für ihn ganz Stimmungsbild. Der leidenschaftliche Erlebnisbericht, im vorigen Jahrhundert auch für daheim bleibende Leser entworfen, hat hingegen nichts gemein mit den sachlichen Reiseführern unserer Tage, die nach ihrem praktischen Nutzen und dem Gebrauchswert beurteilt werden. Doch gerade im Versuch einer Gesamtschau liegt heute der Reiz des Buches.

    Reise Aktuell

    Man darf der Buchgesellschaft danken, dass sie dieses seit langem unauffindbare Werk in einem Nachdruck ... wieder zugänglich gemacht hat; der Neudruck bringt erfreulicherweise auch die beiden Nachworte von 1866 und 1878. Hehn (1813 – 1890) stammt wie F. Gregorovius aus der nordöstlichen Ecke des deutschen Sprachraums. Wie bei dem Ostpreußen Gregorovius ist die Italienerfahrung bei dem Baltendeutschen Hehn durch eine protestantisch-liberale Sicht geprägt ... Sein Interesse gilt – auf den Spuren Goethes – dem ›klassischen‹ zeitlosen Italien, seinem Ensemble von Natur, menschengeformter Umwelt und Kunst. So verdichten sich seine Italien-Eindrücke in großen Natur-Porträts: ›Niederlande‹, ›Felsboden‹, ›Vegetation‹, ›Landschaft‹, ›Architektur und Gärten‹, ›Tiere‹. Seine zeitpolitischen Erfahrungen und seine anfangs leidenschaftliche Stellungnahme für das Risorgimento finden ihren Niederschlag in dem Schlusskapitel ›pro populo Italico‹ der in St. Petersburg erschienenen Erstausgabe.

    Quellen u. Forschungen aus ital. Archiven u. Bibliotheken

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