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Preisgekrönte Masterarbeit erscheint als erstes Buch bei wbg young Academic

Der Andreas Lamey-Preis für die beste Masterarbeit im Fach Geschichte an der Universität Mannheim geht 2018 an Frank Kell und seine Darstellung über die DDR-Bürgerrechtsbewegung. Und der Träger des Preises erhielt eine zusätzliche Auszeichnung: Das Werk wird als erste Masterarbeit im Nachwuchsprogramm der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft wbg erscheinen: wbg young Academic. Freudestrahlend nahm Frank Kell, der von Professorin Julia Angster betreut wurde, einen Andruck des Buches von wbg-Programmleiter Dr. Jens Seeling entgegen (Foto).

Im wbg-Interview sprachen die Vorsitzende des Fördervereins des Historischen Instituts Melanie Meaker, Preisträger Frank Kell und wbg-Programmleiter Dr. Jens Seeling darüber, wie es zur Empfehlung für die Veröffentlichung kam.

Wie kommt das Historische Institut der Universität Mannheim zu dieser Ehrung?
Melanie Meaker: Am Historischen Institut ist eine andere Betreuung als an anderen Standorten geglückt. In der Folge entstehen hier Abschlussarbeiten von Studierenden, die nicht in der Schublade verschwinden sollten. Deshalb vergeben wir vom Förderverein den Andreas Lamey-Preis. Die Aufnahme in das wbg-Programm bestätigt das jetzt auf eindrucksvolle Weise.

Worin liegt das Besondere der preisgekrönten Abschlussarbeit?
Frank Kell: Ein Teil der Bevölkerung im heutigen Ostdeutschland ist enttäuscht von der liberalen Demokratie. In meiner Masterarbeit habe ich anhand der DDR-Bürgerrechtsbewegung zu zeigen versucht, dass schon während der Revolution von 1989/90 spezifisch ostdeutsche Vorstellungen über Demokratie und Gesellschaft wirksam waren. Die heute in Ostdeutschland verbreitete Skepsis gegenüber der liberalen Demokratie hat ihre ideellen Wurzeln also in den abweichenden Erwartungshaltungen, die damals an den gesellschaftlichen Wandel geknüpft wurden.

Warum wird die Arbeit bei wbg young Academic verlegt?
Dr. Seeling: Das Programm wbg young Academic soll junge Akademikerinnen und Akademiker ermutigen - gerade solche, die ihr Handwerk so hervorragend erlernt haben und erzählen können wie Frank Kell. Nachwuchsförderung gehört zum Gen der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft wbg. Wir sind nicht nur ein traditionelles Verlagshaus, sondern mit 85 000 Mitgliedern zugleich eine der größten geisteswissenschaftlichen Gemeinschaften in Europa.

Kontakt zum Förderverein: fhi.mannheim@gmail.com
Kontakt zu wbg Academic: seeling@wbg-wissenverbindet.de

Interview: Götz Fuchs, wbg

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