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WBG startet Crowdfunding-Initiative

Jährlich erscheinen bei der WBG mehr als 120 neue Titel. Nur durch das Engagement und die Subskriptionen der WBG-Mitglieder konnten wichtige Werke wie die »Gesammelten Schriften« von Ernst Troeltsch wieder veröffentlicht werden. Auch in Zukunft möchten wir ausgewählte Werke mithilfe unserer Mitglieder realisieren.

Neu ist, dass dies durch Crowdfunding finanziert werden kann. Diese Onlinevariante der Subskription bietet die Möglichkeit, auch außerhalb der WBG-Gemeinschaft auf wichtige Projekte aufmerksam zu machen.

 

Das erste wbg-Crowdfunding-Projekt: Vladimir Jankélévitchs ›Henri Bergson‹

Jankélévitch gelingt es, einen herausragenden und unvergessenen Denker in all seinen schillernden Facetten zu betrachten. Einerseits zeigt er mit dem kanonischen Bergson einen, der heute als Klassiker auch in der deutschen Philosophie gilt und dessen Ruhm auf ewig verbunden sein wird mit dem Begriff des élan vital – der Lebensphilosophie. Jankélévitch stellt die folgenreichen Dimensionen dieses philosophischen Ansatzes in den Kontext des Gesamtwerkes seines Meisters; einen besonderen Fokus legt er dabei unter anderem auf die beiden gewichtigen Schriften „Zeit und Freiheit“ und „Die beiden Quellen der Moral und der Religion“. Andererseits wird hier ein bisher unbekannter Bergson gezeigt. Entgegen der Interpretation Deleuzes wird etwa die Idee der Negativität des Bergsonschen Denkens betont und in diesem Zuge auf bisher nicht ausreichend beachtete philosophische Themen wie das der Nostalgie und der Unumkehrbarkeit hingewiesen.

Ein atemberaubendes Werk

Jankélévitchs „Henri Bergson“ ist weit mehr als die Fleißarbeit eines eifrigen und geschickten Denkers. In atemberaubender Qualität und in einer Sprache, die derjenigen Bergsons an nichts nachsteht, findet in sieben Kapiteln, die jeweils im Lichte aufschlussreicher titelgebender Schlüsselbegriffe (von der „Freiheit“ über das „Leben“ bis hin zum „Heroismus“) stehen, eine wegweisende Auseinandersetzung mit dem Lebensphilosophen statt, ohne dass dabei dessen Komplexität in die Form einer simplifizierenden und eindeutigen Erklärung gebracht wird. Aus diesem Grund gehört Jankélévitchs Interpretation selbst schon zum Kanon der Philosophie. Nicht nur nimmt der Philosoph hier grundlegende Ansätze seiner späteren Schriften vorweg, auch lässt sich sein sprachlicher Reichtum bis zu diesem Erstlingswerk zurückverfolgen.

Jankélévitchs unnachahmlicher Stil, die gewagten Wortschöpfungen und sein drängender, zuweilen abrupter Ton sind eine Herausforderung für jeden Übersetzer. Zweifelsohne wird die Übersetzung von „Henri Bergson“ somit nicht nur einen in höchstem Maße aufschlussreichen und kanonischen philosophischen Text auch in der deutschen Sprache zugänglich machen. Auch ist davon auszugehen, dass diese Übersetzung selbst, erinnert sei an die sprachliche Gewalt Jankélévitchs, einen ästhetischen Eigenwert besitzen wird.

 

Update: Am 16.4.2018 wurde das erste Crowdfundingprojekt beendet.

Leider konnten wir unser Ziel nicht erreichen und so harrt Jankélévitchs ›Henri Bergson‹ weiterhin einer Übersetzung ins Deutsche. Wir danken allen, die uns in unserem Vorhaben unterstützt haben ganz herzlich! Wir freuen uns, dass Sie an das Projekt geglaubt haben.

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